Jugendgottesgottesdienst in Braunschweig

Am 22. Mai waren die Jugendlichen des Bezirks Braunschweig zum Jugendgottesdienst eingeladen. Auch die Geschwister der Gemeinde Braunschweig nahmen am Gottesdienst teil, in dem die diesjährigen Konfirmierten in die Jugend übernommen wurden.

Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Apostelgeschichte 13,52 zugrunde:

"Die Jünger aber wurden erfüllt von Freude und Heiligem Geist."

Nachdem der Bezirksälteste Schwab alle Anwesenden herzlich willkommen geheißen hatte, ging er auf den Zusammenhang ein, in dem das Wort in der Bibel steht. Paulus und Barnabas waren unterwegs auf einer Missionsreise in Antiochia. Mission bedeutete, in eine Stadt zu gehen und dort die Wiederkunft Jesu zu verkündigen. Wurde ihr Wort angenommen, segneten die Apostel die Menschen. Wurde das Wort abgelehnt, gingen die Apostel und nahmen den Segen wieder mit. In Antiochia hatten die beiden Apostel ausführlich gepredigt, und viele Menschen hatten ihnen zugehört. Aber es gab auch Bürger, die gegen diese Predigten waren und Paulus und Barnabas vertrieben. Trotz der Vertreibung der Apostel waren die, die in der Stadt zum Glauben gekommen waren, voller Freude. Dies bewirkte der Heilige Geist, als Quelle der göttlichen Freude.

Der Heilige Geist sorgt für die Ausrichtung auf die richtigen Ziele, hilft falsche Erwartungen zu verlassen und unterstützt auch im täglichen Leben. Er schafft Nähe zu Gott. Im Alltag kann es passieren, dass die Hilfe, die ich einem anderen Menschen anbiete, abgelehnt wird. Wie reagiere ich dann? An diesem Punkt ging der Bezirksälteste auf den Vers ein, der unmittelbar vor dem Bibelwort steht und in dem es heißt: "Sie aber schüttelten den Staub von ihren Füßen." Damit ist gemeint, die Sache hinter sich zu lassen und sie Gott zu überlassen, ohne das Verhalten zu beurteilen. Dann ist man wieder unbelastet und kann irgendwann neu Hilfe anbieten.

Bezirksältester Jürgen Friedemann vertiefte in seinem Dienen diesen Aspekt noch. Er sagte, dass wir im Leben oft mit Enttäuschung und Ablehnung zu tun haben. Daher sei es zu empfehlen, sich von diesen Erfahrungen zu trennen, sie "bei Gott zu lassen". Wenn man das, was einen belastet, loslässt, wird man frei. Dann kann man auch wieder auf den Menschen zugehen, von dem man die Ablehnung erfahren hat. Jeder darf etwas ablehnen, das ist seine Freiheit. Wir sollten dann nicht darauf warten, dass derjenige scheitert, der unsere Hilfe abgelehnt hat. Sondern wir sollten ihm wünschen, dass es gut geht. An diesem Punkt verwies der Älteste auch auf die Sündenvergebung und das Abendmahl als Gelegenheit solche Belastungen "abzuschütteln". Dabei ging er auch noch auf die Gedanken des Stammapostels im Pfingstgottesdienst zum Abendmahl ein. Dieser hatte gesagt, dass jeder, der das Abendmahl feiert, eine Stimme für Jesus ist. Die Gemeinschaft mit Jesus ist beim Abendmahl besonders eng.

Abschließend las der Bezirksälteste Friedemann noch eine Geschichte vor, zu der sich alle Geschwister ihre eigenen Gedanken machen konnten: Nach einer wunderschönen Hochzeit sagt die Braut auf der Heimfahrt ihrem Mann, wie sehr sie ihn liebt und wie stolz sie ist, seine Frau zu sein. Dennoch möchte sie ihr altes Leben weiterführen und ihn nur einmal in der Woche besuchen. Zwischendurch wird sie ihn anrufen. Wenn es ihr schlecht geht oder sie etwas braucht, wird sie sich umgehend bei ihm melden. Und wenn sie eines Tages stirbt, wird sie ganz in sein Haus kommen.

Nach der Sündenvergebung und der Feier des Heiligen Abendmahls, bat der Bezirksälteste Schwab die "Neujugendlichen" vor den Altar. Er sagte, dass die Jugend ein Teil der Gemeinschaft der Kirche ist. Aber die Jugend ist auch eine eigene Gemeinschaft. Das ist sehr gut, denn Jugendliche haben eigene Fragen, Ansichten und Probleme, die andere Gruppen in der Kirche nicht haben. Er riet den Jugendlichen, diese Gemeinschaft in jeder Beziehung zu nutzen. Und er wünschte ihnen, dass sie sich immer wohl und geborgen fühlen. Nach der Aufnahme gab es noch ein besonderes Willkommen durch einige Jugendliche und Jugendbeauftragte. Diese trugen, teils originell verkleidet, einen Rap vor. Dessen Kernaussage lautete: Du bist nun für dich und dein Tun selbst verantwortlich. Lass Jesus immer dabei sein. Es gab auch noch materielle Geschenke. Die Jugendlichen bekamen den Liedtext, ein Jugendliederbuch vom Dirigenten Michael Beitat und ein T-Shirt "Bin dabei NAK JUGEND 2016".

In dem Gottesdienst wurde Priester Olaf Klostermann für die Gemeinde Salzgitter für die Jugendarbeit beauftragt. Diakon Holger Wassermann und Schwester Carola Mull wurden von ihrer Arbeit als Jugendbeauftragte entbunden (Salzgitter). Nach dem Gottesdienst konnten sich alle noch stärken und die Freude noch etwas länger auskosten.

T. H.