Opfern - Belastung oder Freude ?

Zu einem Gottesdienst für Konfirmanden/innen des Bezirkes und deren Familienangehörige hatten die Konfirmandenlehrer in die Nebenräume der Kirche in der Körnerstraße eingeladen.

Priester Gebhard Marx freute sich über die große Teilnehmerzahl und meinte: „Würden wir an einem anderen Ort sein, könnte man von einem ‚ausverkauften Haus‘ reden.“

Als Grundlage diente das Bibelwort Hebräer 13, 16:

„Gutes zu tun und mit andern teilen vergesst nicht;
denn solche Opfer gefallen Gott.“

Unter Zuhilfenahme von Großbildschirm und Beamer wurde deutlich gemacht, was „Opfer“ bedeutet: Verzicht, Anstrengung und Überwindung.

Für das Streben nach Erfolg, Ruhm und Ehre in der Öffentlichkeit werden große Opfer gebracht. Das aktuelle Beispiel eines Sportlers zeigt, dass dabei auch Gefahren lauern. Wenn das Zeit- und Kraft-Opfer allein nicht zum Ruhm führt und man dann illegale, unlautere Mittel anwendet, kann Opfern einen sehr schlechten Beigeschmack haben und letztendlich zum tiefen Fall führen.

Ein Opfer ganz anderer Art wurde von den Urvätern gebracht. Generationen haben über Monate und Jahre ihr Glaubensziel verfolgt und sind in ein neues Land gezogen – oft unter den größten Entbehrungen, die man sich vorstellen kann.

Ein Opfer kann die Unterstützung für Bedürftige sein, die Hilfe im eigenen Zuhause und bei älteren Menschen.

Ein ganz wesentlicher Teil im Leben einer Gemeinde geschieht durch das „Zeit-Opfer“: Kirchenreinigung, Altarschmuck, Türdienst, Betreuung von Kindern und Jugendlichen oder kirchliche Veranstaltungen.

So entstand die wichtige Erkenntnis, dass ein „Opfer“ nicht nur Belastung sein muss, sondern auch viel Freude, Glück und Zufriedenheit bewirken kann.

Gottesdienstteilnehmer von außerhalb hatten nach dem Gottesdienst die Gelegenheit, an einer Führung durch das neu renovierte Kirchengebäude teilzunehmen. Im Anschluss daran gab es einen leckeren Imbiss. Ein herzlicher Dank gilt Bruder Oliver Meistring, der an diesem Tag überall zur Stelle war, wo man Hilfe brauchte – ob bei der Begrüßung, bei der Suche nach Getränken oder bei der Rettung vor vereisten Treppen und Wegen!

Danke auch an das tolle „Catering-Team!“ Es stand eine Vielzahl von Köstlichkeiten zur Auswahl. Fleißige Hände sorgten in der Küche und an den Tischen für kulinarische Leckerbissen. Zum Schluss haben dann alle fröhlich und fleißig geräumt, gereinigt und mitgeholfen.

K.H. / U.S., Bilder: U.S.